Unser zweites Projektteam war erfolgreich

Ein Prototyp aus Pappe um unseren Nutzern die Erfahrung eines digitalen Arbeitsplatzes zu vermitteln

Wenn vom Löten die Rede ist, denken die meisten Menschen an kleine Lötkolben und technikbegeisterte Nerds, die in ihrer Garage Schaltkreise zusammenlöten. Den wenigsten Menschen ist bewusst, dass in  zahlreichen Produkten, wie Handys, Autos, Computern, Wasserkochern oder Fahrradlampen kleine Platinen enthalten sind. All diese Alltagsdinge, die unser Leben mehr oder weniger beeinflussen, enthalten industriell gefertigte Platinen, die auf speziellen Lötmaschinen hergestellt  werden. Das Löten findet in dafür eingerichteten Lötstraßen oder großen Lötmaschinen statt, die die Fa. Kurtz Ersa GmbH in Wertheim entwickelt und baut, um sie anschließend bei den weltweit agierenden Kunden in Betrieb zu nehmen. Obwohl die Automatisierung und Technik in diesen Maschinen bereits weit fortgeschritten ist, bedarf es erfahrener ApplikationsanwenderInnnen, auch LöterInnnen genannt, die wissen, wie die Maschinen optimal einzustellen sind, damit sie ein Höchstmaß an Präzision liefern. Dieses spezielle Fachwissen zum Thema Löten, über das es kaum Literatur gibt, ist oftmals nur in den Köpfen der Spezialisten vorhanden und wächst stetig mit deren Berufserfahrung. Für viele Unternehmen stellt sich die Frage, wie Wissen dem Unternehmen erhalten bleiben kann, wenn der Mitarbeiter in Rente geht oder das Unternehmen aus einem anderen Grund verlässt.

Im März 2016 machte sich ein Team von Stipendiaten der Dr. Farassat-Stiftung auf den Weg, um für die Fa. Kurtz Ersa GmbH einen Weg zu finden, das Wissen dieser Spezialisten zu erfassen und zu digitalisieren.

In dem zwei Monate andauernden  Praxisteil des  Coachings – zuvor hat die Gruppe drei Monate ein Persönlichkeitstraining absolviert – interviewten die Teilnehmer Beschäftigte aus vielen Unternehmensbereichen von Ersa. Die Stipendiaten entwickelten große Empathie für die Menschen und kreierten mittels Design Thinking unterschiedliche Lösungsansätze, um das „vorhandene Wissen der Beschäftigten sichtbar zu machen“.

Das Team bei der Arbeit

Als Ergebnis präsentierte die Gruppe eine App, die es ermöglicht, leicht und unkompliziert Fehler zu erfassen. Der Fehlerreport, der durch die App erstellt wird, vereinfacht und erleichtert den Kontakt mit Kunden und die Kommunikation mit dem Service. Darüber hinaus entwickelte die Gruppe einen digitalen Arbeitsplatz, der die MitarbeiteInnnen von Ersa unterstützt, ihre Kommunikation und ihr Wissen prozessoptimiert zu strukturieren.

Die Geschäftsführung und die MitabeiterInnen von Kurtz Ersa sind so überzeugt von den Konzepten, dass nunmehr ein Team dabei ist, die technische Umsetzung zu realisieren.

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FARASSAT

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Dr. Farassat-Stiftung